Wärmebrücken

Maßnahmen zur Verminderung von Wärmebrücken

Die Außenwände unserer Häuser haben in der kalten Jahreszeit die Aufgabe, die durch die Heizung erzeugte Wärme möglichst lange in den Innenräumen zu halten. Die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur versucht sich durch die Außenwand auszugleichen. Dieser Wärmedurchgang ist von Baustoff zu Baustoff unterschiedlich und wird mit dem sogenannten u-Wert (früher k-Wert) bezeichnet. Je kleiner der u-Wert, desto geringer ist die Wärmemenge, die von der warmen zur kalten Seite fließt, um so besser ist also die Wärmedämmung. Ist der Wärmedurchgang einer Fläche höher als der der Umgebungsfläche spricht man von Wärmebrücken.

Bei geometrischen Wärmebrücken, z.B. Gebäudeecken, ist die wärmeaufnehmende Fläche innen wesentlich kleiner als die wärmeabgebende Fläche außen. Das führt zur Auskühlung der Innenecke und somit zur Taupunktunterschreitung. An diesen kalten Stellen kondensiert die Feuchtigkeit der Raumluft und schafft ideale Voraussetzungen für das Wachstum von Schimmelpilzen.

Schimmelpilze gehören zu den Innenraumallergenen und sind in zunehmendem Maße im Wohn- und Arbeitsbereich anzutreffen. Die Sporen sind überall vorhanden und werden über die Luft transportiert. Schimmelpilze werden über die Atemwege aufgenommen und können Krankheiten oder Allergien auslösen. Um geometrische Wärmebrücken nachhaltig vermeiden zu können ist eine Umhüllung des Baukörpers mit einem Wärmedämmverbundsystem bauphysikalisch am günstigsten. Durch den Einsatz eines Wärmedämmverbundsystems erhöht sich die innere Wandoberflächentemperatur und damit sinkt das Risiko der Kondensation.

Deutlich ist im Bild die von der Betondecke ausgehende Wärmestrahlung zu erkennen. Durch Wärmebrücken erhöht sich der Heizenergieverbrauch und sie verschlechtern die Behaglichkeit. Die kalten Wandoberflächen lassen den Bewohner einen vermeintlichen „Zug“ spüren, welcher mit dem Entzug von Strahlungswärme zu erklären ist. Von konstruktiven Wärmebrücken spricht man, wenn Materialien mit einer hohen Wärmeleitfähigkeit ein Außenbauteil mit besserem Wärmeschutz durchdringen. Das können vor allem Ringanker oder Stahlbetonstürze, aber auch auskragende Stahlbetonplatten von Balkonen sein.

Die folgenden Grafiken zeigen das Absinken der inneren Oberflächentemperatur in der Kante einer Außenwand bei unterschiedlichen Dämmstandards. Während beim schlechten Wärmeschutz die Oberflächentemperatur 10°C beträgt, liegt sie bei sehr gutem Wärmeschutz bei 18,2°C.

Es ist der horizontale Temperaturverlauf in einer Außenwandecke für das Beispiel mit schlechtem und sehr gutem Wärmeschutz dargestellt. Die eingezeichneten Linien verbinden Punkte mit gleicher Temperatur. Sie werden Isothermen genannt.

Fazit: Wärmebrücken erhöhen den Wärmebedarf, beeinträchtigen die Behaglichkeit, können Schimmelpilzkulturen ermöglichen und Bauschäden verursachen. Durch korrekte Baukonstruktionsdetails im Neubau und nachträglicher Wärmedämmung bei Altbauten können viele Wärmebrücken vermieden, wenigstens aber ihre Wirkung gemindert werden.

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Fassadensanierungen seit 1992

In Deutschland liegen die privaten Haushalte beim Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasserbereitung noch vor dem Verkehr und der Industrie. Energetische Sanierungen im Gebäudebestand sind daher von größer werdender Bedeutung und senken ncht nur den Ausstoß von Kohlendioxid, sondern verbessern die Energiebilanz der Wohngebäude. Die Realisierung Von Maßnahmen, die den Energieverbrauch der Gebäude senken, werden durch die KfW gefördert. Fragen Sie nach, es lohnt sich.


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Gerald Fey | Fassaden- & Trockenbau | Tel: 035752 960496 | info@feyge.de